Prio-Check
Tagesprioritäten aus echten Kalender- und Postfachdaten.
Liest die heutigen Termine aus dem verbundenen Kalender und triagiert die ungelesenen Nachrichten im Postfach, klassifiziert jeden Punkt nach Wichtigkeit und Dringlichkeit und liefert die drei wichtigsten Dinge, die Scheindringlichkeiten und die Stellen, an denen bewusst Nein gesagt werden sollte.
- Version
- 1.0.0
- Aktualisiert
- Umfang
- 9 Kapitel · ca. 4 Min. Lesezeit
- Format
- SKILL.md (Markdown)
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
Wann dieser Skill greift
- Prio-Check
- was heute wirklich wichtig ist
- was die drei wichtigsten Dinge heute sind
- womit ich heute anfangen soll
- wo ich Nein sagen sollte
- Reaktionsmodus statt Fokus
- zu viel auf der Liste heute
- hilf mir zu priorisieren
Was drinsteht
- 01Grundprinzip
- 02Ablauf
- 03Ausgabeformat
- 04Die drei Prioritäten des Tages
- 05Dringend, aber nicht wichtig
- 06Wo bewusst Nein sagen
- 07Kurzfazit
- 08Sprache und Form
- 09Grenzfälle
Vollständige Anleitung
Der komplette Inhalt der Datei – identisch mit dem Download.
Prio-Check
Ein Prio-Check ist kein Task-Manager und keine To-do-Liste. Er ist eine tägliche Entscheidung: Was zählt heute wirklich, und wovon lässt man sich bewusst nicht treiben. Die Grundlage dafür sind echte Daten aus Kalender und einer schnellen Triage der Benachrichtigungen, nicht eine Bauchgefühl-Einschätzung und kein separates Aufgaben-Tool.
Grundprinzip
Wichtig und dringend sind zwei unabhängige Achsen, keine Synonyme.
- Wichtig heisst: hoher Hebel auf ein strategisches Ziel, Konsequenzen bei Nichterledigung, oder etwas, das nur die betroffene Person selbst leisten kann (eine Entscheidung, eine Kundenbeziehung, ein eigenes Projekt-Meilenstein).
- Dringend heisst: zeitkritisch, meist von aussen ausgelöst (Anfrage, Deadline, Erwartungsdruck), erzeugt Handlungsdruck unabhängig vom strategischen Wert.
Die Verwechslung der beiden Achsen ist der Grund, warum Tage sich voll anfühlen, aber wenig bewegen. Genau diese Verwechslung macht der Prio-Check sichtbar.
Ablauf
Schritt 1: Termine laden
Ermittle zuerst, welcher Kalender verbunden ist (üblich sind Google Calendar oder Outlook / Microsoft 365 Kalender). Lies die heutigen Termine aus dem primären, verbundenen Kalender. Zeitraum: aktueller Kalendertag, in der Zeitzone des Nutzers. Sind mehrere Kalender verbunden und ist unklar, welcher relevant ist, kurz nachfragen oder alle sichtbaren, für heute relevanten Kalender berücksichtigen.
Notiere zu jedem Termin: Titel, Uhrzeit, Dauer, und ob er bereits vorbei ist (relevant, wenn der Prio-Check nicht morgens, sondern mitten am Tag läuft). Automatisch generierte Platzhalter-Blöcke (z. B. "Busy" oder "Personal Commitment" aus Tools wie Reclaim) als geschützte Zeit behandeln, nicht als inhaltlichen Termin bewerten.
Termine sind in der Regel gesetzt, nicht verhandelbar. Sie zählen als Fixpunkte, um die herum sich der restliche Tag anordnet.
Schritt 2: Benachrichtigungen triagieren
Kein separates Aufgaben-Tool nötig. Offene Punkte werden stattdessen durch eine schnelle Triage der Benachrichtigungen ermittelt, meist die ungelesenen Nachrichten im verbundenen Postfach (Gmail oder Outlook Mail), ergänzt um weitere verbundene Benachrichtigungsquellen, sofern vorhanden und relevant.
Vorgehen:
- Ungelesene Nachrichten im verbundenen Postfach abrufen (z. B. Suche nach "is:unread" bei Gmail, das entsprechende Äquivalent bei Outlook).
- Jede Nachricht kurz triagieren: Erfordert sie heute eine Reaktion (Antwort, Entscheidung, Frist), oder ist sie reine Information ohne Handlungsbedarf (Newsletter, automatisierte Meldung, Kenntnisnahme)? Nur handlungsrelevante Nachrichten werden weitergeführt, der Rest wird verworfen und nicht einzeln aufgeführt.
- Aus den handlungsrelevanten Nachrichten die offenen Punkte für heute ableiten, die in Schritt 4 klassifiziert werden.
Diese Triage ersetzt bewusst eine vollständige Aufgabenverwaltung. Sie ist schneller, braucht kein zusätzliches Tool und bildet trotzdem ab, was heute tatsächlich Aufmerksamkeit verlangt.
Bewerte die Dringlichkeit jeder triagierten Nachricht anhand ihres Inhalts, nicht anhand eines Datumsfelds: eine genannte Frist, ein wartender Absender, eine explizite Deadline wiegen mehr als eine allgemeine Bitte ohne Zeitbezug. Eine Nachricht ohne erkennbare Frist ist nicht automatisch unwichtig, Absender und Tragweite der Anfrage zählen dann stärker als ein fehlendes Datum.
Ist kein Postfach oder keine Benachrichtigungsquelle verbunden: Kurz nachfragen, was heute inhaltlich sonst noch ansteht, statt zu raten.
Schritt 3: Lücken schliessen, ohne zu blockieren
Wenn im laufenden Gespräch bereits Aufgaben genannt wurden, die weder im Kalender noch in der Benachrichtigungs-Triage auftauchen, beziehe sie ein. Frage nicht vorab nach offenen Aufgaben, das würde die automatische Erhebung ad absurdum führen. Liefere zuerst die Analyse. Erst danach, in einem einzigen kurzen Satz, kann nachgefragt werden, ob etwas Informelles fehlt, das nirgends erfasst ist ("Fehlt etwas, das nirgends steht?"). Diese Rückfrage ist optional und darf die Auslieferung nicht verzögern.
Schritt 4: Klassifizieren
Für jeden Termin und jeden triagierten Punkt eine kurze Einordnung vornehmen, bevor geschrieben wird:
- Trägt es sichtbar zu einem strategischen Ziel bei (Kunde, eigenes Projekt, Positionierung, ein bestätigter Auftrag) oder ist es administrative Selbstbeschäftigung?
- Was passiert konkret, wenn es heute nicht erledigt wird? Eine vage Antwort ("wäre halt blöd") ist ein Signal für "dringend, nicht wichtig". Eine konkrete Konsequenz (Deadline verpasst, Kunde wartet, Vorhaben gefährdet) ist ein Signal für "wichtig".
- Könnte es delegiert, verschoben oder ganz abgesagt werden, ohne dass echter Schaden entsteht? Wenn ja, gehört es eher in die Nein-Kategorie als in die Prioritätenliste.
Diese Einordnung entscheidet über die drei Ausgabe-Kategorien unten. Erzwinge keine Vollständigkeit: Wenn an einem ruhigen Tag nichts wirklich dringend, aber unwichtig ist, sag das kurz statt eine Kategorie künstlich zu füllen. Ebenso, wenn weniger als drei Punkte substanziell genug für "Priorität" sind, lieber zwei starke nennen als eine dritte, schwache erfinden.
Ausgabeformat
Jeder Punkt folgt der Argumentationslogik: These, kurzer Kontext, Begründung, Implikation. Keine Bulletpoints ohne Substanz, keine Wiederholung des Offensichtlichen.
## Die drei Prioritäten des Tages
**1. [Bezeichnung]**
[2–4 Sätze: warum genau das der Hebel des Tages ist, welche Konsequenz bei
Nichterledigung droht oder welcher Wert bei Erledigung entsteht.]
**2. [Bezeichnung]**
[...]
**3. [Bezeichnung]**
[...]
## Dringend, aber nicht wichtig
- **[Bezeichnung]:** [1–2 Sätze, warum es nur dringend wirkt und was der
eigentliche Preis wäre, es trotzdem sofort zu bearbeiten.]
(Falls keine vorhanden: kurz benennen, keine Punkte erzwingen.)
## Wo bewusst Nein sagen
- **[Bezeichnung]:** [Begründung über Opportunitätskosten: was verloren
geht, wenn zugesagt oder sofort reagiert wird.]
(Falls nichts infrage kommt: kurz benennen statt zu erfinden.)
## Kurzfazit
[1–2 Sätze: konkrete Definition, wann dieser Tag als Erfolg gilt. Kein
Motivationsspruch, sondern eine überprüfbare Aussage.]
Bei Fixterminen, die bereits vorbei sind (Prio-Check läuft mitten am Tag), kurz einordnen statt ignorieren: Sie zählen nicht mehr zur Priorisierung, können aber den Rahmen für die verbleibende Zeit erklären.
Sprache und Form
Antworte in der Sprache, in der die Frage gestellt wird. Souverän, präzise, sachlich, ohne Übertreibung und ohne Buzzwords. Kurze bis mittellange Sätze, hohe Informationsdichte. Der Text soll Orientierung schaffen und zum Nachdenken anregen, nicht unterhalten oder motivieren.
Grenzfälle
- Kalenderzugriff schlägt fehl: kurz melden, mit der Benachrichtigungs-Triage allein weiterarbeiten, nichts erfinden.
- Kein Postfach verbunden oder keine handlungsrelevanten Nachrichten: nicht drei Punkte erzwingen. Ehrlich benennen, dass die Datenlage dünn ist, und nachfragen, was ansteht.
- Sehr viele ungelesene Nachrichten (>30): nicht alle einzeln bewerten. Newsletter und automatisierte Meldungen ohne Einzelprüfung ausschliessen, den Fokus auf klar handlungsrelevante Nachrichten legen.
Zuletzt aktualisiert: 02.09.2026 · Version 1.0.0 · skills.fragroger.ai
Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0 (Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitungen). Nutzung nur für den Eigengebrauch. https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de
Schritt für Schritt: herunterladen, hochladen, anpassen
Keine Installation, keine Ordner, kein Terminal. Du lädst die Datei herunter, lädst sie im Chattool deiner Wahl hoch und passt sie per Prompt an.
Oben auf „SKILL.md“ klicken. Du bekommst eine einzelne Markdown-Datei. Zusätzlich gibt es ein Komplettpaket mit Vorlagen.
Alle Skills sind reiner Text – Tonalität, Sprache, Zielgruppe und Output-Format darfst du für den Eigengebrauch anpassen. Veränderte Fassungen dürfen laut Lizenz nicht weiterveröffentlicht werden. FAQ zu Anpassung, Eigengebrauch und Wiederveröffentlichung
Lizenz und Nutzung
Dieser Skill steht unter Creative Commons BY-NC-ND 4.0 – Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitungen. Die Nutzung ist ausschliesslich für den Eigengebrauch gedacht: herunterladen, in der eigenen Arbeitsumgebung einsetzen, mit Quellenangabe teilen. Weiterverkauf, Weitergabe als eigenes Produkt, kommerzielle Verwertung oder veränderte Wiederveröffentlichung sind nicht erlaubt. Für kommerzielle Lizenzen bitte Kontakt aufnehmen.