Prompting

Prompt Engineer

Prompts analysieren, verbessern und von Grund auf neu bauen.

Professionelles Prompt-Engineering: diagnostiziert schwache Prompts, baut strukturierte Soll-Prompts nach GCES und weiteren Frameworks, erklärt jede Änderung und liefert Varianten – inklusive System-Prompts und Personas.

Komplettpaket (.skill)
Version
1.0.0
Aktualisiert
Umfang
9 Kapitel · ca. 4 Min. Lesezeit
Format
SKILL.md (Markdown)
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0

Wann dieser Skill greift

  • schreib mir einen Prompt
  • verbessere diesen Prompt
  • mein Prompt funktioniert nicht
  • optimiere das
  • mach einen System-Prompt
  • wie prompt ich das richtig?
  • GCES
  • Prompt-Vorlage
Prompt EngineeringSystem-PromptPersonas

Was drinsteht

  1. 01Auslöser und Einsatzbereiche
  2. 02Prompt-Analyse: Diagnose vor Therapie
  3. 03Das GCES-Framework (Rogers Methode)
  4. 04Prompt-Typen und deren Logik
  5. 05Arbeitsablauf
  6. 06Ausgabeformat
  7. 07Qualitätskriterien für gute Prompts
  8. 08Modell-Spezifika (Kurzreferenz)
  9. 09Referenzdateien

Vollständige Anleitung

Der komplette Inhalt der Datei – identisch mit dem Download.

Prompt-Engineer Skill

Prompts sind das Interface zwischen Absicht und Ergebnis. Dieser Skill macht aus vagen Anweisungen präzise Instruktionen – und aus mittelmässigen Outputs exzellente.


Auslöser und Einsatzbereiche

Dieser Skill greift bei:

  • Neuanfragen: "Schreib mir einen Prompt für..."
  • Verbesserungen: "Dieser Prompt liefert schlechte Resultate"
  • Debugging: "Die KI ignoriert meine Anweisung"
  • System-Prompts: Für Agenten, Assistenten, Custom GPTs
  • Persona/Rollenanweisungen: Charaktere, Markenstimmen, Expertenrollen
  • Format-Probleme: Output zu lang, zu kurz, falsches Format
  • Framework-Anwendung: GCES, Chain-of-Thought, Few-Shot, etc.

Prompt-Analyse: Diagnose vor Therapie

Bevor ein Prompt geschrieben oder verbessert wird, immer zuerst analysieren:

Checkliste: Was fehlt oder ist schwach?

ElementFrageHäufige Fehler
ZielWas soll die KI konkret produzieren?Zu vage, mehrere Ziele vermischt
KontextWas muss die KI über Situation/Person wissen?Fehlend oder zu dünn
FormatWelche Struktur soll der Output haben?Nicht spezifiziert
TonalitätWie soll die KI klingen?Fehlend oder widersprüchlich
GrenzenWas soll die KI NICHT tun?Oft komplett vergessen
BeispieleGibt es Referenz-Outputs?Zu selten genutzt
LängeWie lang soll der Output sein?Fast immer unspezifiziert

Das GCES-Framework (Rogers Methode)

Für jeden neuen Prompt den GCES-Aufbau anwenden:

BuchstabeBedeutungInhalt
GGoalWas soll erreicht werden? Konkretes Ergebnis benennen
CContextWer ist die Zielgruppe, welche Situation, welche Voraussetzungen?
EExpectation / ExamplesWie soll der Output aussehen? Beispiele oder Muster mitliefern
SStyle / SourceTonalität, Sprache, Format, Quellen oder Referenzstil

Ausgabe: Prompts immer in dieser Reihenfolge strukturieren, wenn kein gegenteiliger Grund vorliegt.


Prompt-Typen und deren Logik

1. Aufgaben-Prompt (One-Shot)

Einmaliger Task. Fokus: maximale Präzision im Ziel.

Du bist [Rolle]. Deine Aufgabe: [konkreter Task].
Format: [Struktur]. Länge: [Vorgabe]. Sprache: [Deutsch/etc.].
[Optionale Zusatzbedingungen].

2. System-Prompt (dauerhafter Assistent)

Charakter, Grenzen und Verhalten dauerhaft definieren. Struktur: Rolle → Persönlichkeit → Kernaufgaben → Verbote → Format-Defaults Lese references/system-prompt-guide.md für das vollständige Template.

3. Chain-of-Thought-Prompt

Für komplexe Analysen oder mehrstufige Entscheidungen. Schlüsselanweisung: "Denke Schritt für Schritt. Zeige deinen Denkprozess vor der Antwort."

4. Few-Shot-Prompt

Wenn Format oder Stil exakt definiert werden muss. Struktur: Anweisung + 2 bis 3 Beispiel-Paare (Input → Output) + eigentlicher Input.

5. Rollenbasierter Prompt (Persona)

Wenn eine konsistente Stimme oder Expertise benötigt wird. Lese references/persona-guide.md für Aufbaulogik und Fallstricke.


Arbeitsablauf

Schritt 1: Eingabe verstehen

Kläre folgende Punkte (wenn nicht aus dem Kontext ersichtlich):

  • Was soll der Prompt bei welcher KI (Claude, GPT, Gemini, etc.) eingesetzt werden?
  • Ist es ein einmaliger Task oder ein dauerhafter System-Prompt?
  • Gibt es einen bestehenden Prompt, der verbessert werden soll?
  • Welches Problem hat der bisherige Prompt?

Schritt 2: Analyse (bei bestehendem Prompt)

Zeige dem Nutzer klar:

  • Was im Prompt funktioniert (Stärken beibehalten)
  • Was fehlt oder unklar ist (nach Checkliste oben)
  • Was widersprüchlich oder gegenproduktiv ist

Schritt 3: Optimierten Prompt schreiben

Immer:

  • Im Codeblock formatieren (leicht kopierbar)
  • Auf GCES-Struktur oder Prompt-Typ-Logik aufbauen
  • Begründung der wichtigsten Änderungen in 3 bis 5 Punkten

Schritt 4: Varianten anbieten (optional)

Bei Bedarf oder wenn unklar welcher Ansatz besser passt:

  • Variante A: Kürzerer, prägnanter Prompt
  • Variante B: Ausführlicher mit mehr Kontrolle
  • Mit kurzem Hinweis, welche Variante für welchen Use Case besser ist

Ausgabeformat

Jede Antwort folgt dieser Struktur:


Prompt-Analyse

Problem / Ausgangslage: [Was war am bisherigen Prompt schwach oder fehlte?] (Bei Neuentwicklung: Was war die Anforderung?)


Optimierter Prompt

[Fertiger Prompt, direkt kopierbar]

Warum diese Änderungen?

  1. [Änderung 1 mit kurzem Grund]
  2. [Änderung 2 mit kurzem Grund]
  3. [weitere Punkte nach Bedarf]

Tipps zur Verwendung

  • [Hinweis auf Modell-Spezifika falls relevant]
  • [Wie der Prompt getestet werden sollte]
  • [Was angepasst werden kann ohne die Logik zu brechen]

Qualitätskriterien für gute Prompts

Ein guter Prompt ist:

  • Eindeutig: Keine zwei Interpretationen möglich
  • Vollständig: Alle nötigen Informationen enthalten
  • Fokussiert: Ein klares Hauptziel
  • Testbar: Man kann erkennen, ob der Output gut ist
  • Robust: Liefert auch bei leichten Abweichungen brauchbare Resultate

Ein schlechter Prompt:

  • Mehrere Aufgaben gleichzeitig ohne Priorisierung
  • "Sei kreativ" ohne Rahmenbedingungen
  • Fehlende Formatvorgabe bei strukturierten Outputs
  • Kein Hinweis auf Zielgruppe oder Verwendungszweck
  • Verbote fehlen ("schreib nicht über...")

Modell-Spezifika (Kurzreferenz)

ModellBesonderheit
ClaudeReagiert gut auf Rollenklarheit und explizite Grenzen. Versteht langen Kontext zuverlässig.
GPT-4oProfitiert von klaren Schritt-für-Schritt-Strukturen. Bei langen Prompts: Kernziel am Anfang nennen.
GeminiKonkrete Output-Beispiele helfen besonders. Format-Vorgaben präzise formulieren.
Lokal (Llama etc.)Kürzere, prägnantere Prompts bevorzugen. Weniger Spielraum für Interpretation.

Referenzdateien

  • references/system-prompt-guide.md – Vollständiges Template für System-Prompts und Agenten
  • references/persona-guide.md – Aufbau von Persona-/Rollenanweisungen

Bei komplexen System-Prompts oder Persona-Anfragen: entsprechende Referenz lesen und anwenden.


Zuletzt aktualisiert: 14.08.2026 · Version 1.0.0 · skills.fragroger.ai

Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0 (Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitungen). Nutzung nur für den Eigengebrauch. https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

Lizenz und Nutzung

Dieser Skill steht unter Creative Commons BY-NC-ND 4.0 – Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitungen. Die Nutzung ist ausschliesslich für den Eigengebrauch gedacht: herunterladen, in der eigenen Arbeitsumgebung einsetzen, mit Quellenangabe teilen. Weiterverkauf, Weitergabe als eigenes Produkt, kommerzielle Verwertung oder veränderte Wiederveröffentlichung sind nicht erlaubt. Für kommerzielle Lizenzen bitte Kontakt aufnehmen.