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LinkedIn Post Writer

Hook, Substanz, Call-to-Action – markenneutral und ohne Buzzwords.

Baut LinkedIn-Beiträge nach schlanker Struktur: Kernaussage in einem Satz, Hook ohne Clickbait, drei bis fünf kurze Absätze mit Beispiel, Zahl oder Erfahrung, Abschluss mit Frage oder Handlungsaufforderung. Aktive Sprache, Du-Form, maximal ein Emoji, keine Pflicht-Hashtags.

Version
3.0.0
Aktualisiert
Umfang
7 Kapitel · ca. 4 Min. Lesezeit
Format
SKILL.md (Markdown)
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0

Wann dieser Skill greift

  • Game Changer
  • revolutionär
Social MediaSchreibenCopywriting

Was drinsteht

  1. 01Zweck
  2. 02Ablauf
  3. 03Regeln
  4. 04Vorlage
  5. 05Qualitätscheck vor der Abgabe
  6. 06Beispiel
  7. 07Wann dieser Skill nicht passt

Vollständige Anleitung

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LinkedIn Post Writer

Zweck

Dieser Skill produziert LinkedIn-Beiträge nach einer schlanken, belastbaren Struktur: Hook, Substanz, Handlungsaufforderung. Er ist bewusst markenneutral, das heisst ohne vorgegebene Stimme, ohne Pflicht-Hashtag und ohne Quellenpflicht. Er eignet sich für Fachbeiträge, Kundenkommunikation, Ghostwriting oder jeden Post, der auf Substanz statt auf Selbstinszenierung setzt.

Für Posts mit einer bereits etablierten, eigenen Markenstimme liefert dieser Skill die neutrale Grundstruktur, die anschliessend mit der eigenen Tonalität angereichert werden kann. Details dazu im Abschnitt "Wann dieser Skill nicht passt" am Ende.

Ablauf

Schritt 1: Kernaussage festhalten

Bevor der Text entsteht, die Kernaussage in einem Satz formulieren. Ohne diesen Schritt entstehen Posts, die mehrere Gedanken gleichzeitig verfolgen und dadurch verwässern. Die Kernaussage ist keine Überschrift, sie ist der rote Faden, an dem sich jeder folgende Satz messen lässt.

Testfrage: Wenn eine Leserin nur diesen einen Satz behält, was hat der Post erreicht?

Schritt 2: Hook formulieren (maximal zwei Zeilen)

Der Hook steht vor dem "mehr anzeigen"-Schnitt und entscheidet, ob überhaupt weitergelesen wird. Er muss konkret sein, nicht reisserisch. Der Unterschied:

  • Clickbait verspricht Spannung, ohne Substanz zu liefern: "Das hat mich sprachlos gemacht."
  • Ein guter Hook liefert bereits einen Fakt, eine Beobachtung oder eine Zahl, die für sich steht: "87 Prozent der Meetings in einem Kundenprojekt hatten keine Traktandenliste."

Der Hook darf die Kernaussage andeuten, muss sie aber nicht vorwegnehmen. Er soll neugierig machen, ohne etwas zu versprechen, das der Text nicht einlöst.

Schritt 3: Hauptteil mit drei bis fünf kurzen Absätzen

Jeder Absatz liefert einen neuen Gedanken, keine Wiederholung der Kernaussage in anderen Worten. Die Absätze folgen intern derselben Logik wie jeder gute Fachtext: Beobachtung, Einordnung, Beleg, Konsequenz. Nicht jeder Absatz braucht alle vier Elemente, aber jeder Absatz braucht mindestens einen Beleg.

Drei Bausteine, mit denen sich Absätze zuverlässig füllen lassen:

Beispiel-Absatz: Eine konkrete Situation schildern, kein Allgemeinplatz. "Ein Kunde aus der Baubranche hat X gemacht" trägt mehr als "Viele Unternehmen machen X."

Zahl-Absatz: Eine Zahl nennen und einordnen, nicht nur zitieren. Eine Zahl ohne Einordnung ist Dekoration, keine Substanz. Woher stammt sie, was bedeutet sie konkret für die Leserin.

Erfahrungs-Absatz: Eine direkte Beobachtung aus erster Hand, Ich-Perspektive erlaubt, aber sparsam einsetzen. Wirkt glaubwürdig, wenn sie präzise bleibt. Wirkt aufgesetzt, wenn sie zur Selbstinszenierung wird.

Schritt 4: Abschluss mit Frage oder Handlungsaufforderung

Der letzte Satz eröffnet eine Handlung: eine Frage, die eine echte Antwort erwarten lässt, oder eine klare Aufforderung. Generische Fragen wie "Was denkt ihr?" oder "Wie seht ihr das?" sind austauschbar und erzeugen selten Reaktionen, weil sie sich auf nichts Konkretes beziehen. Eine gute Abschlussfrage nimmt die Kernaussage auf und lässt sich in einem Satz beantworten.

Regeln

Keine Emoji-Ketten, maximal ein Emoji. Mehrere Emojis wirken wie Ablenkung von fehlender Substanz und werden auf LinkedIn zunehmend mit unseriösem Content assoziiert. Ein einzelnes, gezielt gesetztes Emoji kann Struktur unterstützen. Mehr schadet der Lesbarkeit.

Keine Buzzwords. Begriffe wie "Game Changer", "revolutionär", "bahnbrechend" oder "disruptiv" behaupten Bedeutung, statt sie zu belegen. Wer eine Zahl oder ein Beispiel liefert, braucht diese Wörter nicht. Taucht ein Buzzword im Entwurf auf, ist das ein Signal: An dieser Stelle fehlt ein konkreter Beleg. Ersetzen, nicht abschwächen.

Aktive Sprache, kurze Sätze, Du-Form. Passivkonstruktionen verlangsamen das Lesen und verschleiern, wer handelt. Kurze Sätze erleichtern das Scannen auf dem Handy, wo die meisten LinkedIn-Posts gelesen werden. Die Du-Form schafft Nähe, ohne die inhaltliche Präzision zu verwässern.

Vorlage

[Hook: 1-2 Zeilen, konkreter Fakt oder Beobachtung]

[Absatz 1: Kontext oder Einordnung des Hooks]

[Absatz 2: Beleg - Beispiel, Zahl oder Erfahrung]

[Absatz 3: Konsequenz - was der Beleg bedeutet]

[Optional Absatz 4-5: weiterer Beleg oder Gegenargument]

[Abschluss: konkrete Frage oder Handlungsaufforderung]

Qualitätscheck vor der Abgabe

  • Erkennbar in Satz 1: Worum geht es?
  • Funktioniert der Hook auch ohne den Rest des Posts?
  • Enthält jeder Absatz einen neuen Gedanken, keine Wiederholung?
  • Steht mindestens ein konkreter Beleg im Text (Beispiel, Zahl oder Erfahrung)?
  • Keine Buzzwords, keine Emoji-Kette?
  • Schliesst der letzte Satz mit einer konkreten Frage oder Aufforderung, nicht mit einer Floskel?

Beispiel

Rohidee: "Wir sollten mal über Meetings schreiben, die zu lang sind und nichts bringen."

Ausgearbeiteter Post:

Letzte Woche sass ich in einem 90-Minuten-Meeting, das nach 12 Minuten hätte enden können.

Sechs Personen im Raum. Eine Entscheidung, die am Ende getroffen wurde. Die restlichen 78 Minuten: Wiederholung von Informationen, die per E-Mail hätten verschickt werden können.

Das ist kein Einzelfall. In einer internen Auswertung bei einem Kunden aus der Industrie hatten 4 von 10 wöchentlichen Meetings keine Traktandenliste. Ohne Agenda gibt es kein Ende, nur eine Uhrzeit, zu der aufgehört wird.

Die Konsequenz ist selten schlechte Führung, sondern fehlende Struktur. Ein Meeting ohne klares Ziel produziert Anwesenheit, keine Entscheidung.

Eine einfache Regel hilft: Kein Meeting ohne Traktandenliste, kein Traktandum ohne Entscheidungsfrage.

Wie sieht eure Meeting-Kultur aus? Werden Traktandenlisten bei euch konsequent genutzt, oder eher als Formalität abgehakt?

Wann dieser Skill nicht passt

Dieser Skill liefert eine neutrale Grundstruktur, keine Markenstimme. In folgenden Situationen ist ein anderer Ansatz sinnvoller:

  • Eine feste, etablierte Unternehmens- oder persönliche Markenstimme mit eigenen Vorgaben (Tonalität, Pflicht-Hashtags, Wording) ist bereits definiert und soll eingehalten werden.
  • Der Post ist Teil einer grösseren Content-Serie mit einheitlichem visuellem oder inhaltlichem Format, zum Beispiel ein Carousel oder ein Newsletter-Auszug.
  • Es wird ein vollständiger, recherchierter Fachartikel mit Quellenangaben gebraucht, kein Kurzformat-Post.

Zuletzt aktualisiert: 14.08.2026 · Version 3.0.0 · skills.fragroger.ai

Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0 (Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitungen). Nutzung nur für den Eigengebrauch. https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

Lizenz und Nutzung

Dieser Skill steht unter Creative Commons BY-NC-ND 4.0 – Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitungen. Die Nutzung ist ausschliesslich für den Eigengebrauch gedacht: herunterladen, in der eigenen Arbeitsumgebung einsetzen, mit Quellenangabe teilen. Weiterverkauf, Weitergabe als eigenes Produkt, kommerzielle Verwertung oder veränderte Wiederveröffentlichung sind nicht erlaubt. Für kommerzielle Lizenzen bitte Kontakt aufnehmen.